Ich bin demotiviert, weil ich Abfuhren bekommen habe.

Dies ist eine Frage eines Lesers / einer Leserin.

Frage:

Hallo Thomas,

Mein Problem ist momentan: ich traue mich kaum noch Frauen anzusprechen weil ich einfach schon etliche Abfuhren bekommen habe! Den Grund dafür kenne ich nicht wirklich, aber wahrscheinlich liegts daran, dass ich die Frauen falsch anspreche und/ oder zu spontan also ohne Blickkontakt davor zu haben.

Meine Frage: Wie spricht man Frauen richtig an und ist der Blickkontakt am Anfang so wichtig?

Antwort:

Hallo X!

Zuerst eine Sache, die dich vielleicht verwundern wird:

Wenn du tatsächlich raus gehst und Frauen ansprichst, gehörst du zu einer kleinen Minderheit!

Dies ist wirklich so. Was glaubst du, wie viele Menschen, die Bücher kaufen oder Kurse belegen, diese dann lesen bzw. anwenden? Nach einer Studie sind dies ca. 10%!

DU GEHÖRST ZU EINER ELITE, ZU DEN LEUTEN DIE WIRKLICH AN SICH ARBEITEN WOLLEN UND ERFOLG HABEN!

Mach’ weiter so.

Jetzt stehst du aber wahrscheinlich vor dem Problem, dass du das auch weißt bzw. nachlesen kannst, aber dein Selbstbewusstsein nachlässt, da du „Körbe“ kassierst. Dann hast du 2 Möglichkeiten:

a) Klein anfangen.

Frage Leute draußen nach dem Weg oder nach der Uhrzeit. Das ist doch kein Problem für dich, oder?

Wenn nicht, fang’ mit reinem Blickkontakt an. Mach’ einen Tag oder zwei nur das.

Frage dann, wo man in dieser Stadt abends weggehen kann. Frage nur das, 20 Frauen.

Du kannst das dann ausbauen, indem du sagst: „Ihr seht aus, als würdet ihr gern feiern / tanzen / Party machen. Wo kann man …“

Versuche, im Gespräch zu bleiben. Am Ende des Gespräches versuch’ eine Telefonnummer zu bekommen oder eine Ablehnung – mehr als ein Nein kann nicht rauskommen. Und eine Erfahrung.


b) Es wissen wollen und durchreißen.

Als ich mit der direkten Methode angefangen habe: „Du gefällst mir …“ etc., habe ich mir vorgenommen, dies pro Woche 25x zu machen.

Die erste Woche hatte ich 24 „Abfuhren“. Die 25. war eine Tel.-nummer und ein spontanes Date.

Die nächste Woche wurde das Verhältnis etwas besser. Es wäre gelogen wenn ich sagen würde, ich hätte mir nichts aus Ablehnungen gemacht, aber ich wollte unbedingt diese Sch…egal-Einstellung erreichen. Die bekommt man nur durch Übung!

Nimm Ablehnungen NIE persönlich. Wie gesagt: Sie hat einen schlechten Tag, ihr Meerschweinchen ist gerade gestorben oder was auch immer.

Wenn du mit einer Methode viele Ablehnungen kassierst, ändere etwas an der Methode und mach’ weiter. Teste … So, wie du einen wissenschaftlichen Versuch machen würdest. Zur Methodik: Was mir am Anfang geholfen hat:

  1. „Fake it ‘til you make it“: Eine Sache so lange modellieren, bis man sie verinnerlicht und so “wird“, wie man möchte.
  2. Lies’ dir den Abschnitt über Körperhaltung durch. Am Anfang bin ich bewusst aufrecht und langsam gegangen, ich habe mich so lange dazu gezwungen bis es automatisch ging. (habe manchmal etwas übertrieben am Anfang!).
  3. Stimme: Nicht zu schnell sprechen, mit möglichst tiefer Stimme.
  4. Lächeln: Sehr wichtig. Zeigt, dass du positiv bist und „ungefährlich“.
  5. Stopptechnik: Frauen auf der Straße anzuhalten, ist die „hohe Schule“. Wenn du das hinkriegst, bist du wirklich gut! Wenn du es dir noch nicht traust, nimm’ stehende „Zielobjekte“. Eine Mädel steht da und wartet? Geh’ hin und sage „Du bist mein Blind Date“. Oder frage sie, ob sie es ist. „Bist du Julia? Ich bin mit einer Julia verabredet und weiß nicht, wie sie aussieht. Total spannend …“
  6. Humor: Sehr wichtig. „Hey, du bist meine neue Freundin!“ „Was, nein, wieso?“ „Doch, ich habe dich letzte Nacht im Traum gesehen“
  7. Blickkontakt? Ist gut. Wenn du ihn bekommst … Aber das wirst du nicht immer. Mit ist es leichter, aber versuch’s auch ohne.
  8. Komfortzone. Um dich weiterzuentwickeln, MUSST du Dinge machen, die für dich unbequem sind. Sonst gibt es keine Weiterentwicklung. Du hast bereits damit angefangen, Bravo. Überwinde dich jeden Tag ein wenig. Ich bin manchmal ohne T-Shirt durch die Fußgängerzone gegangen, nur deswegen. Schau’ dir die Leute an, die auf der Straße Prospekte verteilen, Musik machen etc., selbst der Bettler spricht Leute an. Du hast mehr drauf als der Bettler, oder? (ich versuche dich gerade zu provozieren 🙂
  9. Hast du einen Kumpel, der das gleiche Ziel hat? Das kann leichter sein! Wenn nicht – nicht schlimm. Wenn du es allein schaffst, wirst du wirklich hart werden!

Du hast mir keine Details geschrieben, deshalb habe ich verschiedene Dinge aufgeschrieben, die dir helfen können.

Schreib’ mir unbedingt, wie’s weitergeht! Bis dann,

Thomas.