Sollte ich lieber ein Bad Boy sein?

Liest man Kontaktanzeigen von Frauen oder befragt man Frauen direkt, was für eine Art Mann sie sich wünschen – dann erhält man unter anderem folgende Antworten:

  • Zuvorkommend, ein Kavalier mit guten Manieren
  • “Einen, der mich verwöhnt und auf Händen trägt”
  • Soll “mit beiden Beinen fest im Leben stehen”, was immer das auch bedeutet
  • “Einen, der weiß was er will”
  • “Einen, der mich zum Lachen bringt”.

Nun stecken hier schon einige nützliche Hinweise drin. Vor allem in den beiden letzten Punkten. Humor, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen sind in der weiblichen Gunst tatsächlich hoch angesiedelt.

Und das “mit beiden Beinen im Leben stehen” bedeutet, ihr Halt geben zu können, wenn sie ihre emotionalen Höhen- und Tiefflüge hat.

Aber die beiden ersten Punkte regen vor allem dann zum Nachdenken an, wenn man beobachtet wie viele (oft die gleichen) Frauen auf sogenannte Bad Boys hereinfallen.

Moment mal … Hereinfallen? Wenn eine Frau mehrmals den gleichen Typ Mann wählt, dann ist das genau das: Eine Auswahl.

Definition: Ein Bad Boy wird hier verstanden als ein Typ, der

  • egoistisch ist, im Sinne dass er seine eigenen Bedürfnisse an erste Stelle setzt und es ihm ziemlich sch…egal ist, ob er anderen schadet, ihre Gefühle verletzt
  • seine Unabhängigkeit liebt
  • tut, was er will und nicht besonders zuverlässig ist
  • wenig Gefühle zeigt
  • Frauen eher als Sexobjekt sieht und sie wieder “wegwirft”, wenn sie ihm nicht mehr gefallen
  • also die typischen “Macho”-Eigenschaften hat.
Bad Boy oder selbstbewusster Typ?

Bad Boy oder einfach ein selbstbewusster Typ?

Viele Frauen lieben solche Kerle und fühlen sich immer wieder zu diesen hingezogen, obwohl sie regelmäßig von ihnen enttäuscht werden und “in ihren Gefühlen verletzt”. Machen wir uns nichts vor: Bad Boys können auch sehr unterhaltsam sein, humorvoll und auf eine dominante Art charmant. Aber eben nur manchmal …

Wenn wir und nun die Eigenschaften dieses “Bad Boy” genauer ansehen, dann gibt es aber durchaus positive darunter:

  • er liebt seine Unabhängigkeit
  • er tut, was er will
  • er setzt seine eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle

Moment mal, wo ist denn vor allem das Letzte positiv?

Nun, wenn du deine eigenen Bedürfnisse ernst nimmst und an ihrer Erfüllung arbeitest, wirst du ein glücklicherer und zufriedener Mensch. Und dann kannst du anderen etwas davon abgeben. (das geht absolut nicht, wenn du unglücklich bist.)

Die Konsequenz:

Ein “Bad Boy” zu werden ist nicht notwendig. Aber dessen positive Charaktereigenschaften sollte man durchaus etwas mehr kultivieren – zumindest wenn du, wie ich früher, so eine Art “viel zu netter Junge” bist und dich wunderst warum du keinen Erfolg mit Frauen hast:

  • Unabhängigkeit in Bezug auf dein Leben und deine Entscheidungen
  • Tue was du willst, oder besser was du liebst im Leben und lass dir von anderen in Deine eigenen Entscheidungen nicht reinreden
  • Respektiere deine eigenen Bedürfnisse mindestens genauso wie die Anderer
  • etwas mehr freundliche Dominanz
  • Humor und eine Portion Frechheit!
Bad Boy-Bad Woman

Bad Boy & Bad Woman

Das klingt doch gar nicht so böse, oder? Ich habe natürlich noch weitere Grundregeln. Respekt für Andere gehört dazu.

Natürlich gibt es den “Bad Boy” nicht – er ist nur ein Klischee, denn jeder Mensch ist anders. Aber so ein Klischee kann uns oft nützen, um uns selbst kritisch zu betrachten.

Und uns weiterzuentwickeln.

Mach’s gut, bis zum nächsten Mal.

Und sei brav Zwinkerndes Smiley

Thomas

Thomas Fuchs, Flirtcoach