„Darf ich bitten?“

  • Du bist die Party und die Action. Handeln statt labern:
  • Frage nicht, ob sie mit Dir tanzen möchte.
  • Sondern gehe einfach hin, nimm ihre Hand und drehe sie um ihre Achse.

Kommt Dir das bekannt vor? Wenn nicht, lies meinen früheren Artikel.

Das war mein Kenntnisstand damals und ich empfehle es noch heute den allermeisten Männern.

Aber nicht allen …

Was ich in letzter Zeit ausprobiert habe, war definitiv ein Schritt. Ob vor oder zurück, musst Du selbst entscheiden:

Ich habe in der Mädels in der Disco tatsächlich GEFRAGT, ob sie Lust haben mit mir zu tanzen.

Und zwar so:

  • Ich gehe wieder hin, mit der Gewissheit, dass sie regelrecht begeistert darüber ist, wenn ich mit ihr tanze.
  • Ich weiß, dass ich ihre Hand einfach nehmen werde und sie führen werde.
  • Ich frage im gleichen Moment oder kurz davor: „Hast Du Lust, SO zu tanzen“ (ich mache die Geste einer Pirouette mit meiner Hand) oder irgendwas in der Art.
    Manchmal ergänze ich: „Ich frage einfach, denn ich hab auch nicht immer Lust dazu.“

Und jetzt kommt das Erstaunliche:

Die Erfolgsquote ist damit sogar noch HÖHER als ohne zu fragen!

Jetzt wirst Du vielleicht sagen: „Ja, Thomas, das widerspricht doch dem, was Du vorher geschrieben hast. Hast Du mir damals Unsinn erzählt?“

Ich erwähnte schon, dass ich auch weiterhin die Methode „ohne Worte“ empfehle. Hier ist, warum:

Die meisten Männer fühlen sich bei der Frage, „ob SIE denn mit mir tanzt“, in der Rolle eines BITTSTELLERS. Vielleicht nicht unbedingt bewusst oder sofort erkennbar – aber in irgendeiner Form. Vielleicht sind es Gedanken wie: „Hoffentlich sagt sie ja“ oder auch nur ein Gefühl der Angst.

Und wenn Du aus dieser inneren Einstellung fragst, dann ahnst Du wahrscheinlich, was passiert!

Richtig … sie kommt nicht mit. Sie „riecht“ den Braten – oft im wahrsten Sinne des Wortes, durch Deinen Angstschweiß. 😉

 

Darf ich bitten?

Darf ich bitten oder wollen wir erst tanzen? 😉

Wenn Du noch zu dieser Kategorie gehörst (sei ehrlich mit Dir), dann rate ich Dir nach wie vor:

  • zunächst Spaß am Tanzen zu haben …
  • … und dann aus dieser Position die Frau einfach mitzureißen! Mit Blicken, Gesten … mit Worten wie „Hey, komm“ … und indem Du einfach ihre Hand mit Deiner suchst und locker testest, ob sie mitmacht.

Dein Verstand hat so viel weniger Möglichkeiten dazwischen zu funken.

Es kommt also darauf an, was für ein Typ Du bist und in welcher Stufe Deiner Entwicklung.

Denn jetzt kommen wir zur Auflösung:

Warum hat das Antanzen mit Frage besser funktioniert als ohne?

Und als ich das wirklich kapiert habe, fiel es mir wie Schuppen … aus den Haaren 😉

  • Ich bin mit dem gleichen Mind-Set herangegangen wie bei der Methode „ohne Worte“ – der Überzeugung, dass es ihr Spaß machen wird und sie nichts sehnlicher wünscht, als mit mir zu tanzen!
  • Während „ohne Worte“ sehr viel gute Laune, Schwung und Energie erfordert – ist die Frage, ob sie Lust hat, sehr viel natürlicher. Ich bin damit quasi auf Augenhöhe und nicht irgendein verrückter Ritter-Eroberer-Entertainer-Typ (unzutreffendes streichen).
  • Ich bin höflich – selbst wenn ich ihre Hand im gleichen Moment oder vor der Frage nehme … oder wenn ich sie sogar erst nach der ersten Drehung frage (ich habe es dann eben im Eifer der Begeisterung  und Freude „vergessen“). Frauen schätzen Höflichkeit.
  • Ich stelle Rapport her. Zum Beispiel mit der Bemerkung „Ich habe auch manchmal keine Lust. Deshalb frage ich.“ Klar? Sie kennt das mit 100%iger Sicherheit von sich selbst, dass man nicht immer zu etwas Lust hat. Rapport = „Ich bin wie Du“
  • Ich lasse ihr die Wahl. Wenn sie die freie Wahl hat, wird sie sich eher dafür entscheiden als dagegen. Dies gilt übrigens auch für jede Beziehung: Wenn ich jemanden unbedingt brauche, dann werde ich diese Person mit an tödlich grenzender Wahrscheinlichkeit vertreiben. Auch klar.
Der wahre Weg führt zurück zur Natürlichkeit.

Und vielleicht ist dies – wieder einmal – die entscheidende Erkenntnis.

Viel Spaß beim Probieren!

Dein Thomas