Die dunkle Seite der Verliebtheit

Lieber Leser,

hattest Du schon einmal ähnliche Gedanken und Gefühle?

  • „Ich brauche die Zuneigung DIESER EINEN Frau, um glücklich zu sein“ oder sogar „Ich muss sie haben!“?
  • Vielleicht sogar „Ich bin ihr verfallen“?
  • Oder es ging Dir so wie mir neulich … „Wow, diese Frau hat eine so tolle Energie, ich MUSS sie unbedingt wiedersehen, sie und NUR SIE würde mein Leben bereichern …?“

Und was sich zunächst wie ein tiefes Gefühl anfühlt, entpuppt sich dann als eine Art sucht-artiges Verlangen.

Ich habe in mir nach der Ursache gesucht.

Und gefunden: Es war genau diese Energie, die mir fehlte. Die Energie, die daher kommt, dass man das im Leben tut, was man wirklich tun will. Die Energie, die diese Frau eben gerade ausstrahlte …

Denn es war keine Verliebtheit. Verliebt sein fühlt sich nämlich gut an, und nicht wie ein riesiges schwarzes Loch aus Verlangen und Abhängigkeit.

Wenn ich eine Person brauche, kann ich sie nicht lieben.

Ich habe dieses „brauchen“ oder „muss ich unbedingt haben“ oder „ohne sie bin ich nicht glücklich“ früher in allen meinen Beziehungen gespürt. Und mich gewundert über das Desaster, die Katastrophen, die aus diesen Beziehungen entstanden sind.

Dies hat mich schockiert – immer wieder.

So lange, bis ich hingeschaut habe. Und die Ursache nicht mehr im „Außen“ gesucht habe – in den Frauen oder der Welt, sondern innen – in mir selbst.

Und tatsächlich ist diese „dunkle Seite der Verliebtheit“ oft ein Hinweis des Lebens. Ein Fingerzeig unserer Seele.

Ich habe mich schließlich gefragt:

  • Was fehlt mir selbst gerade?
  • Wonach suche wirklich?
  • Verfolge ich meine Ziele und Leidenschaften wirklich, oder nur so halbherzig und ein bissl?
  • Gönne ich mir selbst Pausen, Belohnung, Spaß?
  • Bin ich mir selbst wichtig genug? Mindestens so wichtig wie irgend eine andere Person?

Letzteres hat nichts mit negativem Egoismus zu tun. Im Gegenteil – nur wenn es Dir gut geht, kannst Du wirklich etwas für andere tun – etwas geben.

Die dunkle Seite der Verliebtheit

Die dunkle Seite der Verliebtheit ist Sucht und Abhängigkeit

Denn die Frau, die Du begehrst, ist schließlich keine karitative Organisation oder so was. Sie strebt danach, ihr Leben zu bereichern – so wie Du. Und vielleicht findet sie dabei einen faszinierenden, starken, selbstbewussten Mann. DICH! Jemanden, der wirklich etwas zu geben hat – mit seiner Persönlichkeit.

(stark meine ich nicht im Sinne von „körperlich stark“ – dies ist nicht wichtig … sondern Deine Ausstrahlung und Selbstsicherheit, … Dein Humor … Deine innere Stärke)

Was aber nun tun mit dieser „dunklen Seite der Verliebtheit“, dem Alles-oder-Nichts, Diese-Frau-oder-Keine, dem sucht-ähnlichen Verlangen?

  • Akzeptiere sie erst einmal. Wir leben in einer Welt der Dualität, und so hat auch Verliebtheit ihre dunkle Seite.
  • Jetzt stelle Dir die oben genannten Fragen.
  • Betrachte dies als eine Gelegenheit, Dein Leben zu ändern.
  • Fasse einen Entschluss und dann fang einfach an. Das kann die berühmte Weltreise sein oder die Entscheidung, wieder Sport zu treiben … eine neue Berufung … alles, was Du schon immer tun (oder lassen) wolltest.
  • Danke jetzt dieser Frau, die Deine Wege gekreuzt hat, für den Anstoß, den sie … unbeabsichtigt … Deinem Leben gegeben hat!
  • Beobachte in den kommenden Tage, Wochen, Monaten … was mit Deiner Verliebtheit geschieht.
  • Wenn Du mit der Frau, die Deine Leidenschaften entfesselt hat, noch Kontakt hast: Beobachte, ob und wie sich ihr Verhalten Dir gegenüber verändert.
  • Erzwinge nichts und erwarte nichts.

Und vielleicht … (wieder-) entdeckst Du ja die schöne Seite der Verliebtheit.

Alles Gute

Thomas