Die Macht des Glaubens

Hey,

Eine Erkenntnis, die ich aus dieser unschuldigen Geschichte meiner Jugend gelernt habe …

Es ist viele Jahre her. Ich war noch der schüchterne kleine Junge von früher beziehungsweise der junge Mann, der ziemlich verzweifelt auf eine Kontaktanzeige nach der anderen antwortete, aber damit keinen Schritt weiterkam.

Ich erinnere mich an eins dieser Wochenenden, an dem ich auch wieder so ein Date über eine Anzeige hatte und ein Onlinedating – und ich war total enttäuscht, weil es wieder eine für mich mittlere Katastrophe war, genauer gesagt, fühlte ich mich ziemlich am Ende mit meinem Latein und war aus verschiedenen Gründen auch ziemlich wütend.

In dieser düsteren, gelangweilten und frustrierten Stimmung klingelte dann auf einmal das Telefon und eine weibliche Stimme war dran. Es war eine von diesen Kontaktanzeigen, der ich geantwortet hatte mit meiner Telefonnummer – und die mich nun anrief!

Mädchen aus der Kontaktanzeige - am Telefon!

Hier ist die Kontaktanzeige! Du weißt schon ...

Wir machten ein Date aus, dort wo sie wohnte, in einer neunzig Kilometer entfernten Stadt, ich setzte mich in mein altes Auto und fuhr los. Ich war jetzt in einer ziemlich entschlossenen Stimmung, das Wochenende war bis jetzt so katastrophal gewesen, da musste das Leben einfach etwas anderes für mich bereithalten!

Ich fand also ihr Haus, das war ein ziemliches Abenteuer für mich, weil ich mich normalerweise auf einen Kaffee in meiner eigenen Stadt traf und schon gar nicht zu jemandem gleich nach Hause fuhr und klingelte. Sie lebte zurzeit bei ihrer Mutter.

Und als ich die Tür aufmachte, fiel ich fast von den Socken. Äh, sie war wirklich sexy, und als ich sie dann kennenlernte, hat sie mich unheimlich fasziniert durch ihre ruhige, gelassene Art und ihren anscheinend ziemlich starken Charakter. Kurz: Sie war eine Superfrau für mich, da ich mich doch als der schüchterne Junge sah, der nicht besonders beliebt war bei den Mädels.

Irgendetwas in mir sagte:

Ok, go for it!

Ich weiß nicht mehr so genau, was wir getan haben, ich glaube, wir gingen dann mit ihrem Bruder etwas essen und später saßen wir zusammen mit ihrer Mutter auf der Couch. Ich war die ganze Zeit aufgeräumt, unterhaltsam und lustig, und mir scheint, als hätten wir eine richtige Verbindung zueinander gefunden.

Als wir dann vor der Tür standen, zum Abschied, zog ich sie heran küsste ich sie einfach. Dies war für mich zu dem Zeitpunkt etwas vollkommen unnormales, zumal noch beim allerersten Date. Wir haben dann eine Weile herumgeknutscht vor der Tür. Mehr wäre sowieso nicht drin gewesen, da sie ja wie gesagt bei ihrer Mutter wohnte. Und für mich war es völlig unglaublich, dass sie so hingerissen war von mir, da ich ja ein ganz anderes Bild von mir hatte.

Glaube an Deinen Erfolg!

Glaube an Deinen Erfolg!

Aber dies alles, dieses Gefühl: „Ah, das ist ja unglaublich“, hatte ich erst auf dem Heimweg. Was war passiert, wenn ich so drüber nachdenke, fällt mir vor allem eine Sache auf: Ich habe an dem bewussten Tag einfach ganz tief innen drin an den Erfolg geglaubt. Und als ich sie gesehen habe, als ich in ihre Wohnung kam, dieses Gefühl:

Just do it! Dies ist für mich! Ich habe dies heute verdient!

Ich hatte innen drin den unerschütterlichen Glauben, dass ich es verdient hätte.

Die Fortsetzung der Geschichte ist, dass wir tatsächlich Sex hatten, und sie war eine kurze Zeit lang meine Freundin. Aber letzten Endes konnte ich sie nicht halten, weil dieser Glaube dass ich sie verdient hätte leider nur temporär war und hinterher wieder meine alten Komplexe zum Vorschein kamen. So Sachen: Ich bin halt der schüchterne Junge, die Frauen mögen mich nicht usw. Dieser ganze Quatsch, der sich in meinem Kopf gebildet hatte. Frauen merken diese Unsicherheit sehr gut.

Was ich mit dieser Episode zeigen will, ist die eine Sache, die einen riesengroßen Unterschied macht:

Der hundertprozentige Glaube eine Sache zu erreichen.
Der hundertprozentige Glaube, dass Du es verdient hast.

Ich wünsche Dir den felsenfesten Glauben an Deinen Erfolg!

Thomas

Thomas Fuchs, Flirtcoach