Flirten und Alkohol

  • „Alkohol setzt die Hemmschwelle herab.“
  • „Mit niedrigerer Hemmschwelle kann man leichter flirten.“
  • „Alkohol macht offener für Sex“
Stimmt das?

Früher, so vor 10, 20 Jahren, habe ich ziemlich viel getrunken in Bars und Diskotheken. Und damals habe ich NICHTS gerissen. Nicht mal ein Wort zu irgendeiner Frau.

Nur den schweren Kopf am nächsten Tag gefühlt und manchmal meinen Mageninhalt gesehen. 😉

Meine sozialen Ängste waren damals so stark, dass auch die Wirkung des Alkohols keine Chance hatte.

Schließlich habe ich mir gesagt: Es reicht. Und folgendes Experiment gemacht:

Methode 1 – Nulldiät

Kein Alkohol während des gesamten Clubbesuchs. Mein selbst verordnetes Ansprech- und Flirttraining musste „nüchtern“ erfolgen.

Die Folgen:

  • Mehr Geld im Portemonnaie
  • Mein Körper fühlte sich viel besser am nächsten Tag
  • Die wunderbare Erfahrung: Es geht auch ohne!

Wenn Du Deine Flirt-Fähigkeiten wirklich verbessern willst, dann empfehle ich Dir dringend diese Nulldiät.

Nicht nur wegen der oben genannten Vorteile. Sondern:

Wenn Du immer erst nach ein oder mehreren Drinks aktiv wirst, dann merkt sich Dein Körper-Geist-System dieses Muster:
  • „Ich brauche Alkohol, um Frauen anzusprechen.“
  • „Ich brauche Alkohol, um zu flirten.“
  • „Ohne ein paar Drinks traue ich mich nicht!“

Und mit jedem Mal, wenn Du dies so praktizierst, wird dieses Muster stärker in Dir.

Wenn Du das jetzt „gemein“ findest, ist das Dein gutes Recht – und ich habe dies nicht erfunden.

Aber jetzt kommt eine richtig gute Nachricht:
  • Wenn Du lernst, ohne Alkohol zu flirten, dann merkt sich Dein System genau das!
  • Mit jedem Mal, wenn Du eine Frau mit Null Promille ansprichst, wird dieses neue Muster stärker
  • Dieses neue Verhaltens- und Denkmuster „Ich brauche keinen Alkohol, sondern ich kann einfach so Frauen ansprechen und mit ihnen flirten“ kann nie wieder gelöscht werden. Es mag schwächer werden, falls Du irgendwann wieder in das alte Verhalten zurückfällst – aber die Erinnerung, dass Du ES getan hast, bleibt für immer.

Ich rate Dir allerdings, dies eine Zeitlang durchzuziehen, damit sich das neue Verhalten verfestigt. Ich habe dies ca. 12 Monate lang getan – mindestens 100 Club- und Barbesuche.

Methode 2 – Ansprechen vor dem ersten Drink

Dies ist die „weiche“ Methode. Ich habe dies NACH Phase 1 durchgezogen.

Es geht darum, Dir erst ein alkoholisches Getränk zu genehmigen, wenn Du mindestens eine fremde Frau angesprochen oder mit ihr getanzt hast. „Mindestens“ bedeutet: Du kannst auch „3 Stück“ für Dich zur Regel machen.

Methode 3 – Alkohol nur im „State“

Dann habe ich hiermit experimentiert:

Ich erlaube mir, Alkohol zu trinken – aber erst wenn ich im „State“ bin, in der Zone der guten Laune und ansteckenden positiven Ausstrahlung. Wenn ich diese innere Freude spüre, das Hochgefühl, den Spaß am einfach hier sein und Flirten.

Nun wirst Du wahrscheinlich sagen:

  • „Manchmal komme ich gar nicht in diesen Zustand. Was soll ich dann tun?“

oder:

  • „Woran genau merke ich denn, dass ich im State bin?“
Pick Up State

Im State …

Die Antwort auf Frage 1 ist einfach: Nicht trinken natürlich. Das gehört zur Methode. Es funktioniert halt nicht jedes Mal.

Wechsel die Location oder geh nach Hause.

Nun zur zweiten Frage:
  • Du erkennst es daran, dass Du Dir diese Frage „Bin ich jetzt im State“ – nicht mehr stellst.
  • Du hast einfach Spaß, ohne darüber nachzudenken. Die Gedanken sind ausgeschaltet.
  • Der Flirt – oder was auch immer Du tust – fließt auf natürliche Weise, mit Leichtigkeit. Das ist es, was man „Flow“ nennt.
  • Du spürst intensive Freude, Hochgefühl oder auch eine tiefe innere Ruhe und Gelassenheit.
  • Der Erfolg ist Dir nicht mehr wichtig. Im „State“ zu sein, ist bereits der Erfolg.

Jetzt kommt die entscheidende Erkenntnis:

Wenn ich im State bin, ist es mir egal, ob ich Alkohol trinke oder nicht.

Genial, oder?

Zurück zum Thema.

Es gibt nämlich noch eine nachteilige Wirkung von Alkohol: Er betäubt und benebelt.

Flirten mit Alkohol ...

Wenn SIE richtig betrunken ist, dann macht es meist auch keinen Spaß!

Bei einem Flirt kommt es oft auf Nuancen an: Ein Augenzwinkern, eine Nuance in der Körperhaltung, das Kalibrieren der Stimme, natürlich wirkende Berührungen … viele Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen können.

Wenn Du also ein bestimmtes Maß getrunken hast, beraubst Du Dich selbst vieler Chancen:

  • Die Bewegungsmotorik wird gröber und unbeholfener
  • Die Stimme und Wortwahl wird undifferenzierter
  • Die Intelligenz lässt nach – und damit die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen, Deinen „Aufriss“ logistisch zu planen, und nicht zuletzt die Leistungsfähigkeit im Bett …

Um mit Alkohol erfolgreich zu flirten, müsstest Du also ständig auf einem schmalen Grat wandern – genügend ent-hemmt, jedoch noch nicht zu stark benebelt. Selbst wenn Du Deinen Körper und seine Tagesform genau kennst, mag das nicht so einfach sein.

Alles klar?

Alkohol beim Flirten ist weder gut noch schlecht … aber ich möchte Dir mit diesem Artikel die Möglichkeit geben, über Dich hinauszuwachsen. So, wie ich es getan habe.

Probiere es einfach aus … und schreib mir über Deine Erfahrungen.

Viel Spaß!

Thomas