„Hard To Get“ und die Grenzen

„Hard To Get“ bedeutet im PU-Slang: Ich bin oder zeige mich als jemand, der für Frauen schwer zu bekommen ist. Ich mache mich rar, zeige mich uninteressiert wenn sie mich „anbaggert“ oder anderweitig ihr Interesse zeigt – ich baue praktisch Hürden auf, die sie überwinden muss, um mit mir zusammen zu sein und Sex mit mir zu haben.

Zuerst die gute Nachricht:

„Hard To Get“ funktioniert.

Aber …

Es gibt zwei sehr wichtige Einschränkungen:

  1. Du musst eingermaßen kongruent damit bleiben. Das heißt, Du solltest entweder wirklich ein von Frauen begehrter Mann sein – oder jemand, der sich nicht so schnell auf Frauen einlässt, weil ihm andere Dinge im Moment wichtiger sind. Zum Beispiel einfach Spaß zu haben mit Freunden oder ein großes Ziel zu verfolgen.
  2. Du musst es kalibrieren.

Punkt 2 möchte ich erläutern.

Ich bekomme in letzter Zeit öfter Zuschriften von Männern, die das „Spiel“ des Hard-To-Get ziemlich gut spielen. Dies sind oft Leute, die viel Theorie gelesen haben und gleichzeitig den Mut und die Ausdauer besaßen, diese in die Praxis umzusetzen. Gratulation!

Nun machen diese Männer oft eine bestimmte Erfahrung, die ich früher auch machen durfte:

Frauen fühlen sich zwar zu Dir hingezogen, sind aber oft extrem verunsichert.

Die große Gefahr ist: Man(n) kommt als uninteressiert, gefühlskalt oder sogar seltsam-sonderbar-bizarr rüber.

Frau wendet sich dann mit Grausen – oder mit einem Achselzucken.

Wie kalibriere ich Hard-To-Get?

Ziel ist, mit dieser Technik eine Frau auf Dich aufmerksam zu machen, zu erreichen dass sie sich für Dich interessiert und sich fragt „was das wohl für ein Typ ist, der so anders ist und es offenbar nicht nötig hat mir hinterherzulaufen wie all die anderen.“

Du kannst sogar noch etwas weiter gehen und sie damit ein wenig verwirren. Verwirrung ist eine gute Basis, um neue Wege zu gehen, Tabus aufzuweichen und loszulassen.

Aber Du solltest eine bestimmte Grenze nicht überschreiten – sonst geht die Sache nach hinten los, und der Zweck des Hard-To-Get-Spiels verkehrt sich ins Gegenteil.

Denn der Zweck ist, wie oben genannt, sie neugierig und vielleicht auch schon ein wenig verliebt zu machen.

Wenn sie das bereits ist, dann ist H2G eher gefährlich.

  • Wenn sie Dir 3 Nachrichten geschrieben hat, dann kannst Du ruhig eine davon beantworten.
  • Wenn Du mehrere Anrufe von ihr abgewürgt hast, dann kontaktiere sie jetzt, um Dein Interesse zu zeigen.
  • Wenn sie Dir bereits 3 verschiedene Zeichen gegeben hat, dass sie Dich mag – dann ist wirklich die Reihe jetzt an Dir.

Ich hatte einen Klienten, der durch ein Mädel bereits zu ihr nach Hause eingeladen wurde, später eine Massage von ihr angeboten bekam und beides ablehnte. Dabei war er in sie verliebt. Nur hielt er es „nicht für klug“, sein Interesse zu zeigen …

Hard To Get

Frauen wenden die "Hard To Get" - Taktik sehr oft an. Du brauchst deshalb keine Bedenken haben, dies als Mann auch zu tun! Beachte nur die Hinweise ...

Wenn Du ebenfalls dazu neigst, die „Hard To Get“ – Strategie zu übertreiben, dann solltest Du Dir folgende Fragen stellen:

  • Habe ich Angst, meine Gefühle zu zeigen? Wenn ja, was hindert mich daran?
  • Ist dies für mich nur ein Spiel, nur eine Maske die ich trage – oder entspricht es wirklich meinem Wesen?
  • Tue ich dies für mein Ego? Macht es mir Spaß, begehrt zu werden oder im Mittelpunkt zu stehen – ist das für mich wichtiger als eine Frau kennenzulernen? Wenn ja, ist das auch OK. Nur sei ehrlich mit Dir selbst.

Fakt ist:

Wenn Du H2G anwendest, dann lerne es zu kalibrieren.

Entdecke den Punkt, wenn Du es fallenlassen solltest, um auf das Mädel zuzugehen, Rapport zu machen oder einfach Deiner Natur folgen …

Wenn eine Frau wild auf Dich ist oder in Dich verliebt, spätestens dann ist dieser Punkt erreicht. Manchmal viel früher.

OK? Denn Du willst es doch auch …? 😉

Viel Spaß

Thomas