Inner Game–Wie deine Gedanken dein Handeln beeinflussen

Hattest du schon mal einen schlechten Tag, hast dir über irgendetwas Sorgen gemacht, aber ein falsches Lächeln aufgesetzt?

Und, zweite Frage, konntest du irgend jemanden damit täuschen?

Ich wette, mit so einem gefakten Lächeln hat dir keiner ein Kompliment für deine Lebensfreude gemacht. Eine Sache, die weit wichtiger ist als deine Worte und deine bewussten Bewegungen ist deine Ausstrahlung, und diese ist der Spiegel deiner Gedanken. Das heißt, was in dir vorgeht, drückt sich außen aus – durch subtile und für dich nicht merkliche Unterschiede in Mimik und Gestik und durch die “Energie”, die du ausstrahlst.

Moment mal – ich habe ja an anderer Stelle über die ideale Körperhaltung beim geschrieben, darüber dass du immer ein Lächeln aufsetzen solltest

… was soll denn das jetzt?

Fakt ist, dass wir unser Inner Game direkt durch unseren Körper beeinflussen können. Deshalb sagt man wohl auch “behalte den Kopf oben”.

Das heißt, wenn du gerade gehst, nach vorn schaust und deine Gesichtsmuskeln zu einem Lächeln bewegst, dann werden deine Muskeln diese Signale an dein Gehirn weiter senden und dein Gehirn “denkt” nun: Ach, wir haben ja gute Laune. Und wird deine biochemischen Vorgänge dahingehend ändern.

Zugegeben, das klappt nicht immer und nicht perfekt – aber es funktioniert bis zu einem gewissen Grad.

Gutes Inner Game?

Gutes Inner Game oder gespieltes Lächeln?

Wie macht das nun ein Schauspieler?

Höchstwahrscheinlich ist er ja nicht immer gut drauf, wenn er während 3 Monate langer Dreharbeiten einen Sunny Boy spielen muss?

Schauspieler schaffen dies, indem sie sich in ihre Rolle hinein versetzen und sich die Gedanken und Gefühle des Charakters so intensiv vorstellen – dass sie am Ende daran “glauben”. Das heißt, sogar ihr Unterbewusstsein glaubt daran – ein guter Schauspieler oder eine gute Schauspielerin ist dann wirklich fröhlich. (oder traurig …)

Ist es also möglich, unsere Gedanken zu kontrollieren und dadurch unsere Ausstrahlung?

Von der Faktenlage her scheint das kein Problem. Denn wer denkt deine Gedanken? Richtig, du. Und du kannst jederzeit bestimmen, was du denkst und damit, was du ausstrahlst.

Zumindest theoretisch. Denn es gibt hier eine Hürde zu überwinden:

Nur 5% unserer Gedanken sind bewusst.

Der Rest läuft unbewusst ab, quasi auf Autopilot. Wenn sich deine Gedanken im Kreis um ein bestimmtes Thema drehen, üblicherweise ein Problem, bekommst du das oft überhaupt nicht mit. Nur wenn du sehr bewusst drauf achtest, fällt dir vielleicht auf: Ach, jetzt denke ich schon wieder an dieses Problem.

Meistens ist diese Art von Gedanken nicht konstruktiv. Sie bringen dich also nicht weiter – im Gegenteil, sie verursachen deine schlechte Laune oder Stimmung, dass du dir Sorgen machst anstatt das Problem zu lösen.

Nun kommt die gute Nachricht:

Du kannst deine Gedanken in positive Bahnen lenken, wenn du dir diese bewusst machst.

Eine Möglichkeit ist die positive Visualisierung – so wie es Schauspieler tun. Jedoch ist dafür viel Übung und Praxis erforderlich.

Hier findest du ein praktisches 4-Schritte- System, um dein Inner Game in Alltagssituationen positiv zu beeinflussen: Inner Game verbessern.

Viel Erfolg und ein wunderbares Feeling … wünscht Dir

Thomas

Thomas Fuchs, Flirtcoach