Pick-Up … und was es Dir NICHT geben kann

Zugegeben – ich habe es auch gemacht. Und gemocht. Was?

Na … Pick Up. Das Game!

Und ich muss gestehen – es macht Spaß.

Und meine Herangehensweise war nicht irgendwie, sagen wir mal, oberflächlich oder halbherzig.

Ich habe die volle Ladung genommen: Indirect, Direct, Extreme Direct, Cocky & Funny, Push-Pull, DHV, DLV, LSE, HSE, Instant Date, Same Night Lay, Attraction, Rapport, KC, FC, FB, MLTR, Streetgame, Clubgame, Phone Game and so on …

Ich übersetze diese Begriffe hier nicht – vielleicht mache ich mal ein deutsches verständliches Wiki, wenn ich Zeit habe. Der nicht-eingeweihte Leser mag sie googlen, aber dies ist nicht notwendig, um diesen Artikel zu verstehen – denn im Rest erkläre ich alles.

Ich habe dem Game (fast) meine gesamte Freizeit gewidmet, 5 Jahre lang. Und ich möchte diese Jahre meines Lebens nicht missen.

Ich habe die Dinge praktisch getan, d.h. in einem Theorie/Praxis-Verhältnis von ungefähr 20 zu 80. Es war eine extreme Schule des Willens und des Durchhaltevermögens, des Auf und Ab, der Weiterentwicklung … und eine Menge Spaß, großartige Momente.

Ich habe extrem davon profitiert – meine Persönlichkeit und auch mein Selbstbewusstsein. Und mich von einem schüchternen, unsicheren Mann (mit 38) zu einem kommunikativen Menschen transformiert und (mit 43) eine Selbstsicherheit entwickelt, die noch vor 5 Jahren undenkbar war.

Und schließlich das Coaching daraus entwickelt, das ich hier auf dieser Seite anbiete.

Pick Up im Club

Pick Up kann tierisch Spaß machen!

Aber ich stellte mir während dieser Jahre manchmal die Frage:

Was kommt danach, wie geht es weiter? Ist Pick-Up die ultimative Lösung für ALLES?

Ich stellte immer mehr fest, dass ich Probleme mit Routinen hatte. Dies sind quasi vorgefertigte Techniken, vom Opener (Spruch zur Gesprächseröffnung) über Dinge wie Handlesen, vorgefertigte Geschichten und Zaubertricks  bis zu psychologischen Spielen. Ich habe dies probiert, aber es war einfach nicht mein Ding.

Ich fühlte, dass ich meine echte Persönlichkeit ausdrücken musste. Alles andere fühlte sich einfach nicht gut an. So, wie wenn man jemanden imitiert … und nicht wieder aus dieser Rolle herauskommt.

Also entwickelte ich meinen eigenen frech-witzigen Stil, meine eigene Art Rapport (Verbundenheit) aufzubauen, indem ich einfach probierte was ankam UND wobei ich selbst mich wohl fühlte. Der zweite Punkt war für mich wichtiger – denn warum sollte ich das Ganze machen, wenn es sich nicht gut anfühlt?

Dann kam der Punkt, wo ich zum ersten Mal einem Mädel erklären musste, dass ich sie nicht liebte, sondern nur so aus Spaß mit ihr eine Affäre angefangen hatte. Das ist nicht schön … ich sehe nicht gern jemanden leiden und heulen. Und es fühlt sich auch jetzt, im Nachhinein, nicht gut an.

Was ich danach feststellte, war eigentlich noch viel erschreckender:

Ich konnte nicht mehr an einer schönen Frau vorbeigehen, ohne dass ich sie entweder ansprechen musste oder mir ein schlechtes Gewissen einredete – weil ich sie nicht angesprochen hatte.

Ich konnte mich nicht mehr mit Mädchen oder Frauen unterhalten, ohne zumindest eine Art von „Game-Plan“ im Hinterkopf zu haben!

Als ich dies aus einer gewissen Distanz zu mir selbst betrachtete, stellte ich fest: Das ist krank. Eindeutig.

Nun, es war nicht unbedingt schlimmer als vorher, das auf keinen Fall … aber meine Entwicklung schien klar in eine Richtung zu gehen, die ziemlich unangenehm, wenn nicht sogar gefährlich war.

Pick Up versus Gefühle

Pick Up sollte uns nicht daran hindern, Gefühle auszudrücken

Was tun?
  • Ich verbot mir zunächst für eine Weile das „Game“! Und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich wieder in der Lage war, einfach nur so draußen herumzulaufen und meine Wege zu erledigen.
  • Gleichzeitig versuchte ich, Gespräche mit attraktiven Frauen einfach „nur so“ zu führen, ohne Zweck und „Hintergedanken“. Und das war verdammt schwer.
  • Was ich noch dabei feststellte, war: Ich war jetzt gezwungen, mit mir selbst zurechtzukommen, praktisch zum ersten Mal seit ich Pick-Up angefangen hatte. Das fühlt sich nicht immer gut an … und ich begann, all die Glaubenssätze und Kindheitstraumen aufzuarbeiten, die ich bisher mehr oder weniger hinter meinem „Game“ verstecken konnte. Wenn man das weitgehend erledigt hat, ist es wirklich der Hammer …
  • Ich entdeckte wunderbare Hobbies wieder, die ich früher mal aufgegeben hatte: Ich habe mir seitdem eine E-Gitarre gekauft und angefangen zu spielen, meine Inliner-Fähigkeiten gewaltig verbessert und bin dabei, wieder mit Kampfsport anzufangen. Und ich habe wieder Bücher gelesen – „richtige“ Bücher, also nichts über das Game oder über Persönlichkeitsentwicklung.
  • Ich fing an, mich beruflich weiterzubilden – unter anderem die NLP-Masterausbildung, russische Heiltechniken und andere Sachen, die mich interessierten. Dies war nebenbei auch mein Durchbruch als Coach, weil ich jetzt echte individuelle Hilfe anbieten kann, also Menschen dort abholen wo sie sind – und dies mit oder ohne Vermittlung von Pick Up – Techniken.

Die überwältigendste Erkenntnis allerdings, die ich aus dieser letzten Phase gewonnen habe, ist diese: Die Dinge zwischen Mann und Frau können wirklich „einfach so passieren“:

Ein Blick, Anziehungskraft, ein Gespräch, das sich wie von selbst ergibt … von beiden Seiten … Berührungen … der erste Kuss … ohne „Game“.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin sehr dankbar darüber, dass ich damals Pick Up entdeckte. Sonst hätte ich diese Entwicklung wahrscheinlich nicht durchgezogen oder deutlich länger gebraucht.

Ich möchte die Essenz aus diesem Artikel lieber so ausdrücken:

Der Weg zu einem wirklich erfüllten Leben kann mit Pick Up anfangen – geht aber weit darüber hinaus.

Nun, ich erlaube mir auch wieder Pick Up anzuwenden. Aber nur, wenn ich Lust habe. Und die Erfolge sind großartig … einfach cool.

See you …

Thomas